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Geschäftsberichte

 

Halbjahresbericht 2002   > pdf (806.39 KB)   > in gedruckter Form

 
 

Auszug aus dem Halbjahresbericht 2002

An unsere Aktionärinnen, Aktionäre, PS-Inhaberinnen und -Inhaber

Sehr geehrte Damen und Herren

In einem wirtschaftlichen Umfeld, das fast ausschliesslich von schlechten Meldungen bestimmt wird, freut es uns ganz besonders, Ihnen einen positiven Zwischenbericht über das laufende Geschäftsjahr präsentieren zu dürfen. Sowohl bei den operativen Kennzahlen wie auch bei der Performance von Namenaktie und Partizipationsschein der Warteck Invest durfte im ersten Halbjahr 2002 eine weiterhin positive Entwicklung verzeichnet werden.

Rechnungsergebnis erneut gesteigert
Vor allem dank der Portfolioerweiterung stieg der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern auf CHF 9.2 Mio. (+22.9 %). Trotz des überproportional höheren Nettofinanzaufwandes - die Finanzerträge sanken aufgrund des Verkaufs der Partizipationsscheine im Eigenbesitz um TCHF 264 oder 84.3 % - und der ebenfalls höheren steuerlichen Belastung vermochte auch der Betriebsgewinn nach Zinsen und Steuern im Betrag von CHF 5.6 Mio. (+17.3 %), die Vorjahreswerte zu übertreffen. Ebenso gesteigert werden konnte der Konzerngewinn. Er beträgt CHF 5.6 Mio. und liegt damit um 17.0 % über dem 1. Semester 2001.

Am 30. Juni beschäftigte die Warteck Invest insgesamt 11 Personen (Vorjahr 10 Personen). Darin eingeschlossen sind die für die Immobilienbewirtschaftung zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht jedoch die mit der Hauswartung der Liegenschaften betrauten Personen.

Renditeliegenschaften stabil
Im Rahmen der strategischen Vorgaben wurde im Berichtszeitraum das ehemalige Depot in Delémont veräussert. Erstmals ertragswirksam war der zum Jahresende getätigte Kauf der Liegenschaft Zürcherstrasse 111 in Schlieren. Trotz erheblicher Bemühungen gelang es nicht, weitere Liegenschaften zu erwerben, welche den hohen Ansprüchen der Warteck Invest genügen.

Die auf den Renditeliegenschaften berechnete Bruttorendite betrug 6.77 % (Vorjahr 7.18 %). Die Abnahme ist auf den letztjährigen Verkauf der drei hoch kapitalisierten Freizeitanlagen zurückzuführen. Die Nettorendite erreichte 6.29 % (Vorjahr 5.81 %); die Performance unter Einbezug des Bewertungsergebnisses 6.77 % (Vorjahr 5.95 %). Mit 1.54 % (Vorjahr 1.48 %) verharrte die Leerstandsquote praktisch unverändert auf tiefem Niveau.

Die durch die unabhängigen Schätzungsexperten der PricewaterhouseCoopers AG ermittelte Aufwertung im Betrag von CHF 3.6 Mio. entfällt auf eine Wohnliegenschaft, welche einer umfassenden Innensanierung unterzogen wurde. Sie entspricht 1.1 % des Marktwertes des bestandesbereinigten Portfolios. Die von der Abteilung Gebäudemanagement ohne externe Planer durchgeführte Instandsetzung von über 80 Wohnungen in bewohntem Zustand wurde von Anfang an unter grösstmöglicher Rücksichtnahme auf die Mieterschaft geplant und umgesetzt. Die fast ausschliesslich positiven Rückmeldungen von Bewohnerinnen und Bewohnern wie auch von den am Bau beteiligten Unternehmen bestärkt uns in der strategischen Haltung, durch professionelle Bewirtschaftung in Eigenregie direkten Einfluss auf Qualität und Wirtschaftlichkeit nehmen zu können.

Stadtwohnen Alemannengasse
Zur Jahresmitte waren 67 der insgesamt 76 Wohneinheiten veräussert, was 86.4 % der budgetierten Erträge entspricht. Ab Oktober des laufenden Jahres können die ersten 18 Einheiten an die Käufer übergeben werden. Die restlichen Objekte stehen im Frühling 2003 zum Bezug bereit. Vom budgetierten Bauvolumen im Betrag von rund CHF 45 Mio. waren bis zum 30.06.02 CHF 15 Mio. investiert. Die eingegangenen Anzahlungen von Kunden betrugen zum gleichen Zeitpunkt CHF 8 Mio.

Titel trotzen Krise
Entgegen dem allgemeinen Trend an den Wertschriftenbörsen im ersten Semester 2002 vermochte die Namenaktie 18.8 %, der Partizpationsschein 15.3 % zuzulegen. Unter Berücksichtigung der im Mai ausgeschütteten Dividende von CHF 55 pro Titel ergibt dies eine Gesamtperformance von 23.9 % für die Namenaktie bzw. 20.7 % für den Partizipationsschein (Basis Jahresendkurse). Mit Dividendenrenditen von 5.1 % (Namenaktie) bzw. 5.4 % (PS) zählen beide Titel nach wie vor zu den renditestärksten Papieren aller Schweizer Publikumsgesellschaften. Im auf das Immobiliensegment fokussierten Index WUPIX-A nahmen die Warteck Invest-Valoren sowohl bei der Dividendenrendite als auch bei der Gesamtperformance wiederum den ersten Rang ein.

Ausblick gedämpft optimistisch
Der Umstand, dass rund ein Drittel der bestehenden Hypothekarkredite noch im laufenden Jahr neu abgeschlossen werden, dürfte sich aufgrund des tiefen Zinsniveaus grundsätzlich positiv auf die künftige Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Die allgemein gedämpfte Wirtschaftslage könnte zu tieferen Mietzinsen und höheren Ertragsausfallquoten (Leerstände, Debitorenverluste) führen.


Mit freundlichen Grüssen
Warteck Invest AG

Dr. Christoph M. Müller                        
Präsident des Verwaltungsrates
Guido Bättig
Geschäftsführer

Basel, August 2002