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Geschäftsberichte

 

Geschäftsbericht 2001   > pdf (9.47 MB)   > in gedruckter Form

 
 

Auszug aus dem Geschäftsbericht 2001

An unsere Aktionärinnen, Aktionäre, PS-Inhaberinnen und -Inhaber

Sehr geehrte Damen und Herren

Das Geschäftsjahr 2001 verlief für Ihre Immobiliengesellschaft äusserst erfolgreich. Das ausgezeichnete Rechnungsergebnis bestätigt die eingeschlagene Strategie des kontrollierten Wachstums auf eindrückliche Weise. Dass sich Namenaktie und Partizipationsschein erfreulich entwickelt haben, während praktisch alle Börsen im selben Zeitraum empfindliche Verluste zu verzeichnen hatten, unterstreicht die Wertbeständigkeit der Warteck Invest-Titel.

Neues Börsensegment für Immobiliengesellschaften
Per 1. Mai 2001 hat die SWX Swiss Exchange ein eigenes Segment für Immobiliengesellschaften geschaffen, welches dem Anleger verbesserte Transparenz bieten soll. Obwohl die in einem Zusatzreglement festgehaltenen Vorschriften erst ab dem Geschäftsjahr 2002 in Kraft treten, war die Warteck Invest bemüht, Änderungen und Ergänzungen bereits in die vorliegende Berichterstattung einzubringen.

Ohne dazu verpflichtet zu sein, hat sich die Gesellschaft im Sinne einer verbesserten Corporate Governance auch dazu entschlossen, erstmals die Bezüge der Gesellschaftsorgane offenzulegen.

Erneute Dividendenerhöhung
Viele Gesellschaften sehen sich zur Zeit genötigt, die bisherigen Dividenden zu kürzen oder gar auf eine Ausschüttung zu verzichten. Aufgrund des sehr guten Ergebnisses und im Gegensatz zu diesem allgemeinen Trend hat sich der Verwaltungsrat der Warteck Invest auch unter Berücksichtigung der Plan-Erfolgsrechnungen für die kommenden Jahre entschlossen, der Generalversammlung eine erneute Erhöhung der Ausschüttung zu beantragen. Es soll eine Dividende von CHF 55 (Vorjahr CHF 50) pro Namenaktie und Partizipationsschein ausgerichtet werden.

Die daraus resultierende Dividendenrendite von 5.07 % für die Namenaktie bzw. 5.40 % für den Partizipationsschein (Jahresendkurse) figuriert weiterhin auf der Bestenliste in der Schweizerischen Börsenlandschaft.

Neue Schätzungsmethode implementiert
Den heutigen Anforderungen des Kapitalmarktes folgend haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung entschieden, das Portfolio zum Jahresende erstmals nach der Discounted Cashflow-Methode bewerten zu lassen. Diese zukunftsorientierte Methode soll die Transparenz verbessern und Vergleiche mit Portfolios von Mitbewerbern vereinfachen.

Dass die bisherige, konservative Handhabung der Gestaltungsmöglichkeiten dabei gewahrt blieb, zeigt sich durch die minimale Bewertungsdifferenz von 0.65 % zwischen neuem und altem System. Einen weiteren Beweis dafür, dass die bilanzierten Werte marktkonform sind, lieferte der aus Devestitionen realisierte Gewinn.

Immobilienportfolio wächst
Seit dem Berichtsjahr bereichern drei weitere Liegenschaften das Immobilienportfolio der Gesellschaft. In der Stadt Zürich konnte per 1. Februar ein Anlageobjekt übernommen werden, das von zwei Dienstleistungsunternehmen und einer Ärztegemeinschaft genutzt wird. Genau zur Jahresmitte ist der Antritt einer Liegenschaft in Cham ZG erfolgt, welche sich in Administrations- und Produktionsflächen aufteilt. Nur Eingang in die Bilanz, nicht aber in die Erfolgsrechnung (mit Ausnahme der Differenz zwischen Anschaffungskosten und Marktwert) hat die neuste Akquisition in Schlieren ZH gefunden. Dabei handelt es sich um eine Büroliegenschaft mit einem kleinen Anteil an Ausstellungs- und Verkaufsräumen.

Planmässig zum Verkauf gelangten die Tennis- und Squashcenters in Heimberg, Sion und Solothurn, womit der Anteil der beiden verbliebenen Freizeitanlagen am Wert des Portfolios auf unter zwei Prozent gefallen ist.

Bei den Renditeliegenschaften gab es neben dem Beginn der Innensanierung in Allschwil vor allem die äusserst tiefe Quote an Leerständen und Debitorenverlusten von 1.5 % zu verzeichnen.

Verkaufserfolg bestätigt Studie
Der Verkaufserfolg des auf der vor Planungsbeginn erstellten Standort- und Absatzanalyse basierenden Projektes "Stadtwohnen Alemannengasse" bestätigt deren Aussage zunehmend. Die 60 veräusserten Stadthäuser und Wohnungen übertreffen die ursprüngliche Absatzplanung bei weitem. Dank des günstigen Verhältnisses von Preis und Leistung sowie der kundenfreundlichen Verkaufsorganisation waren zum Bilanzstichtag knapp 80 % der budgetierten Erträge vertraglich gesichert.

Die ersten Einheiten können den künftigen Bewohnern Ende des laufenden Jahres übergeben werden. Der Projektabschluss ist auf 2003 geplant. Da der Übergang des Eigentums an die späteren Bewohner der Überbauung "Stadtwohnen Alemannengasse" erste ab dem Geschäftsjahr 2002 erfolgt, enthält die vorliegende Jahresrechnung keine anteiligen Projektgewinne.

Jahresrechnung mit Rekordergebnissen
Höchst erfreulich schloss die Jahresrechnung 2001. Der Betriebsgewinn nach Zinsen und Steuern von CHF 9.8 Mio. liegt nicht nur 34.7 % über dem Vorjahresergebnis, sondern stellt auch einen Rekord in der weit über hundertjährigen Firmengeschichte dar. Auch beim Konzerngewinn durfte eine markante Steigerung verzeichnet werden (CHF 11.5 Mio., +31.8 %). Abgesehen von den beiden, betriebsfremde Erträge aus dem Verkauf der Bieraktivitäten beinhaltenden, Geschäftsjahren 1991 und 1993 (Konzerngewinne von CHF 12.2 bzw. CHF 12.3 Mio.) hat sich die Ertragslage der Gesellschaft noch nie so positiv präsentiert, wie im vergangenen Jahr.

Erfreuliche Kursentwicklung
Das Börsenjahr 2001 muss gesamthaft betrachtet als enttäuschend bezeichnet werden. So verlor z.B. der Swiss Performance Index SPI über 20 %. Fokussiert man die Betrachtung auf die darin enthaltenen Immobilienwerte, zeigt sich deren defensiver Charakter. Die im WUPIX-A zusammengefassten Beteiligungspapiere der kotierten Immobiliengesellschaften verloren vergleichsweise bescheidene 1.2 %.
Angesichts dieses ungünstigen Börsenumfeldes erfreute die positive Entwicklung der Warteck Invest-Titel umso mehr. Die Namenaktie legte im Vorjahresvergleich um 11.2 % zu, während der Partizipationsschein in der gleichen Periode 8.9 % gewann.

Gestraffte Strukturen bewähren sich
Anlässlich der Generalversammlung 2001 übergab Dr. Peter Gloor das Präsidium an den bis dahin amtierenden Vizepräsidenten, Dr. Christoph M. Müller, welcher seit 1998 als Verwaltungsrat tätig ist. Die durch die Reduktion auf drei Mitglieder weiter gestrafften Führungsstrukturen basieren auf offener, direkter Kommunikation und effizienter Zusammenarbeit. Mit Ausnahme der Anlageentscheide achtet der Verwaltungsrat zudem auf eine strikte Trennung der Zuständigkeit zwischen strategischer und operativer Geschäftsführung.

Die prognostizierten Erträge aus dem Projekt "Stadtwohnen Alemannengasse" sowie die bereits erfolgten Immobilienkäufe, welche erst ab 2002 vollumfänglich ertragswirksam werden, lassen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung optimistisch in die Zukunft blicken. Bei den für die Gesellschaft relevanten Mietzinsniveaus werden keine wesentlichen Veränderungen erwartet; ebensowenig bei den Leerstandsquoten. Auch ein allfälliger, leichter Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus würde die Ertragslage der Warteck Invest dank der vorsichigen, zum Teil langfristigen Finanzierung und der äusserst soliden Bilanzstrukturen nicht wesentlich verschlechtern.

Der Verwaltungsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären, PS-Inhaberinnen und -Inhabern für ihr Vertrauen in die Warteck Invest. Ein spezieller Dank gebührt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr grosses Engagement und für ihr Bemühen um die gemeinsamen Ziele, welche im vergangnen Geschäftsjehr mehr als erreicht wurden.


Dr. Christoph M. Müller
Präsident des Verwaltungsrates
Guido Bättig
Geschäftsführer

Basel, April 2002