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Geschäftsberichte

 

Geschäftsbericht 2000   > pdf (640.22 KB)   > in gedruckter Form

 
 

Auszug aus dem Geschäftsbericht 2000

An unsere Aktionärinnen, Aktionäre, PS-Inhaberinnen und -Inhaber

Sehr geehrte Damen und Herren

"Den Erwartungen entsprechend" - So könnte das Geschäftsjahr 2000 der Warteck Invest auf den Punkt gebracht werden. Das gute Vorjahresesultat wurde durchwegs bestätigt. Die wichtigsten Finanzkennzahlen konnten wiederum verbessert werden. Die Namenaktien und Partizipationsscheine mussten vor dem Hintergrund eines schwierigen Börsenjahres leichte Rückschläge in Kauf nehmen, die allerdings unter dem Branchendurchschnitt lagen.

Rechnungsergebnis erneut verbessert
Der im Vorjahr um 40,0 % gesteigerte Konzerngewinn konnte im Geschäftsjahr 2000 nochmals leicht verbessert werden und beträgt CHF 8,74 Mio. Dank des strategischen Ausbaus des Immobilienportfolios erhöhte sich auch der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern von CHF 11,29 Mio. um 17,4 %.

Der Betriebsgewinn nach Zinsen und Steuern übertraf das Vorjahresergebnis mit CHF 7,30 Mio. (+0,2%) zwar nur unwesentlich. Berücksichtigt man jedoch die erwartungsgemäss deutlich niedriger ausgefallenen Finanzerträge (-71,6 %) wird deutlich, dass der Gewinn aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit um 8,0 % zugenommen hat.

Insgesamt zeigen praktisch alle Finanzkennzahlen und Leistungsdaten weiter nach oben.

Erhöhte Dividende
Die vom Verwaltungsrat beantragte Dividende von brutto CHF 50 pro Titel bedeutet nach zweimaligen Kapitalrückzahlungen eine Erhöhung der Ausschüttung. Berechnet auf den Jahresschlusskursen ergibt dies eine Dividendenrendite von 5,13 % pro Namenaktie und 5,35 % pro Partizipationsschein, womit die Rendite der Warteck Invest-Titel, welche auch für die Zukunft abgesichert ist, einen Spitzenplatz in der Schweizer Börsenlandschaft einnimmt.

Der Abschlag der Börsenkurse gegenüber dem inneren Wert hat sich im Berichtsjahr wieder vergrössert. Die Titel der Warteck Invest weisen zur Zeit den grössten Discount aller vergleichbaren Gesellschaften auf. Auf der Basis des Net Asset Value zum Bilanzstichtag verfügt die Namenaktie über ein rechnerisches Kurssteigerungspotenzial von 22,3 %; beim Partizipationsschein beträgt dieses gar 27,6 %.

Portfolio-Erweiterung nach Plan
Im Rahmen des qualitätsorientierten Wachstums wurden im Geschäftsjahr 2000 zwei weitere Renditeliegenschaften erworben. Die Liegenschaft in Kilchberg ZH besteht aus zwei Gebäuden mit insgesamt 23 Wohnungen und gut 500 m2 Verkaufsfläche. Die Zentrumsüberbauung in Lupfig AG umfasst rund 3'500 m2 an Verkaufs- und Büroflächen mit entsprechenden Nebenräumen sowie ebenfalls 23 Wohnungen.

Von den zum Verkauf bestimmten Einheiten wurden die Liegenschaften Horburgstrasse 74 und Trillengässlein 2, beide in Basel sowie die Freizeitanlage in Birrhard AG veräussert. Die dabei erzielten Gewinne haben die konservative Bewertungspraxis bestätigt.

Der Netto-Verkehrswert der Immobilien am Jahresende betrug rund CHF 270 Mio., was einer Zunahme von CHF 32,2 Mio. oder 13,6 % entspricht. Wachstumsbereinigt, d.h. ohne Berücksichtigung von Zukäufen, Abgängen und aktivierten Projektkosten, wurde ein Mehrwert von CHF 2,56 Mio. (1,2 %) erzielt.

Aktive Bewirtschaftung trägt Früchte
Mit professionellem Portfoliomanagement konnten die relevanten Kennzahlen erneut verbessert werden. So wurde die Leerstandsquote um 7,2 % abgebaut. Sie beträgt nun 3,1 % der Sollmietzinsen.

Zwei Liegenschaften in Basel (Innere Margarethen-Strasse 26/28 und Kleinhüningeranlage 2) wurden grösseren Renovationen unterzogen. Im weiteren konnten in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Geschäftsmietern bestehende Mietflächen einer verbesserten Nutzung zugeführt werden. Diese partnerschaftlichen Projekte generieren einerseits Mehrumsatz für den Betrieb des Mieters und andererseits Mehrerträge und Wertsteigerungen für die Warteck Invest. Sie veranschaulichen die praktischen Auswirkungen der strategischen Zielsetzung einer kundennahen Immobilienbewirtschaftung.

Neubauprojekte mit unterschiedlichem Anklang
Das im Vorjahr lancierte Projekt "Stadtwohnen Alemannengasse" hat sich zur Freude aller Beteiligten entwickelt. Nach einer Optimierungsphase anfangs Jahr konnte anlässlich der Generalversammlung vom 10. Mai 2000 über das Einreichen des Baugesuchs orientiert werden. Nachdem die einzige Einsprache gütlich geregelt werden konnte, hat die zuständige Behörde das Baugesuch im Herbst genehmigt. Anschliessend wurde gemeinsam mit den in der Zwischenzeit definitiv bestätigten Partnern unter Federführung der Generalplaner burckhardtpartner, Basel, die Ausführung an die Hand genommen und das Absatz- und Kommunikationskonzept im Detail ausgearbeitet.

Obwohl die eigentliche Verkaufsphase der 76 Wohneigentumsobjekte erst im Frühling 2001 beginnt, war zum Jahresende bereits ein Viertel der Einheiten vertraglich reserviert.

Auch das Baugesuch für das in unmittelbarer Nähe zum St. Jakob-Park geplante Geschäftshaus "Business Point St. Jakob" wurde genehmigt. Da die ersten Vermietungsbemühungen aber nicht den gewünschten Erfolg brachten, werden die dabei gesammelten Erfahrungen nochmals analysiert und anschliessend über das weitere Vorgehen befunden.

Wechsel in Präsidium und Geschäftsleitung
Nach Ablauf der ordentlichen Amtsdauer an der Generalversammlung 2001 stellt sich Verwaltungsratspräsident Dr. Peter Gloor altershalber nicht mehr zur Wiederwahl. Während fast drei Jahrzehnten - 19 Jahre davon als Präsident - hat Herr Dr. Gloor die Geschicke der Gesellschaft entscheidend beeinflusst und mitgeprägt. Nicht zuletzt wurde unter seiner Ägide die Neupositionierung der traditionsreichen, ehemaligen Bierbrauerei als börsenkotierte Immobiliengesellschaft erfolgreich abgeschlossen. Der Verwaltungsrat dankt Herrn Dr. Gloor an dieser Stelle für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Warteck Invest.

Designierter Nachfolger ist der bisherige Vizepräsident des Verwaltungsrates, Herr Dr. Christoph M. Müller.

Im Herbst 2000 fand ein Wechsel an der Spitze der Geschäftsleitung statt. Geschäftsführer Hans Göldi hat die Gesellschaft verlassen, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Der Verwaltungsrat dankt Herrn Göldi für seine Verdienste. Zum neuen Geschäftsführer wurde Finanzchef Guido Bättig gewählt, welcher seine bisherigen Funktionen behält.

Damit kann die 1999 in Angriff genommene Neuorientierungsphase in struktureller Hinsicht als abgeschlossen bezeichnet werden. Die Warteck Invest nimmt die Herausforderungen der Zukunft mit einem dynamischen, auf die Bedürfnisse der Gesellschaft ausgrichteten Team in Angriff.

Optimistisch in die Zukunft
Im Laufe des vergangenen Jahres haben erneut grosse direkte Immobilieneigentümer ihren Bestand in eigene Gesellschaften eingebracht. Wir erwarten, dass sich der Trend von der direkten zur indirekten Immobilienanlage fortsetzt. Gleichzeitig dürfte die Talsohle der für die Warteck Invest relevanten Immobilienpreise nun durchschritten sein. Ferner kann mit stabilen Zinsen gerechnet werden, sodass wir für die Entwicklung der Ertragslage im Geschäftsjahr 2001 zuversichtlich sind.

Kontrolliertes Wachstum durch gezielte Zukäufe und das erfolgversprechend angelaufene Projekt "Stadtwohnen Alemannengasse" werden die Rentabilität der Gesellschaft nebst den im Herbst 2000 implementierten, strukturellen Verbesserungen weiter steigern.

2001 will die SWX Swiss Exchange zusätzliche Vorschriften zur Verbesserung der Transparenz von Immobiliengesellschaften in Kraft setzen, was von der Warteck Invest begrüsst wird. Dieser Schritt in Verbindung mit einer breiteren Angebotspalette sollte sich grundsätzlich positiv auf das Segment der Immobiliengesellschaften auswirken.

Der Verwaltungsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären, PS-Inhaberinnen und -Inhabern für ihr Vertrauen in die Warteck Invest. Auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührt unser Dank für ihr grosses Engagement während des abgelaufenen Geschäftsjahres.


Für den Verwaltungsrat

Dr. Peter Gloor
Präsident
Dr. Christoph M. Müller
Vizepräsident

Basel, 16. April 2001